Impressionen vom 3. Regental-Cup

Presseberichte



Fotogalerie 1995


Teilnehmende Vereine:

VC Straubing, VC Hirschau, VFL Lichtenrade, TSV Inchenhofen, SV Lohof, TG Landshut, ATSV Kelheim, TSV Burg-heim, TSV Niederviehbach, TV Vohenstrauß, TSV Regen, TV Riedenburg, SpVgg Stephansposching, SV Inning, TSV Rednitzhembach, TV Altdorf, TV Gunzen­hausen, TSV Dudenhofen, ASV Veitsbronn, SG Esting / Olching, TSV Harburg, TSV Gars, SC Ettmannsdorf, TSV Neutraubling, TSV Neufahrn, VV Gotteszell, ASV Steinach, VSK Banik Sokoiov (CZ), UVV Wels (A), TJ Orion Praha (Cz) ,Sokol Ceska Trebova (CZ), TJ Sokol-V. Wien (A), Klub Policie Bratislawa (SK),S koda Rockycany (CZ), Volleyballunion Innsbruck (A), Havlickuv Brod (CZ), TB Regenstauf


 

Bericht zum Regental-Cup 1995

 

Beim 4. Cup pirscht man sich noch ein wenig näher an die Traumzahl: 96 Teams sind tatsächlich da, 104 waren gemeldet. Fünf Nationen, spannende Spiele und am Samstag um 17.00 Uhr jagt ein Wolken-bruch alle 1000 Teilnehmer gleichzeitig zum Abendessen ins Festzelt, das zu bersten droht.

Auch in diesem Jahr geht der Gesamtsieg ins Ausland:

Sokol Wien holt den Cup,  nach Italien und Tschechien in den Vorjahren,  nun nach Österreich.

 

Regenstauf zum 4. Male Mekka der Jungvolleyballer

Rekordteilnahme / die magische Zahl 100 jedoch nicht ganz erreicht

 

 

„Turnier sehrr, sehrr gutt - gute Teams - Wetter leider schlecht - sehrr viel Spass - kommen sicher wieder!" So beschrieb die hübsche Blanka aus Prag treffend das Volleyballwochen­ende in Regenstauf. Das inter­nationale Jugendfreiluftturnier der Volleyballabteilung des TB Regenstauf um den „Regental- Cup 95" entwickelt sich mit 96 Mannschaften aus fünf Natio­nen (ein Drittel aus dem Ausland) nicht nur zum größten Jugend­turnier Süddeutschlands, son­dern bietet Volleyball der Spit­zenklasse.

Rund 1000 Jugendliche aus fast allen Hochburgen Bayerns, Spitzenteams mit vielen Natio­nalspielern gespickt aus Öster­reich, Italien, Tschechien und der Slovakai bevölkerten drei Tage lang das Stadion, die Zelt­stadt und das Festzelt. Parallel dazu lief als Attraktion ein in­ternational besetztes Jugend-Beach-Turnier. Schade war, dass den zwei rumänischen Jugend­nationalmannschaften nach dem schlechten Abschneiden der Ju­nioren bei der Qualifikation zur WM die Ausreise untersagt wurde. Eine erneute Zusage für das nächste Jahr wurde jedoch bereits gegeben.

 

Viel Vorarbeit geleistet

 

Zum 4. Mammut-Wiesn-Turnier hatte Abteilungsleiter Oli­ver Niemann mit seinen vielen Helfern schon seit Monaten ganze Arbeit geleistet. Das Fußballstadion wurde kurzerhand in 30 Volleyballfelder ein-geteilt, das Festzelt aufgestellt, für Verpflegung gesorgt und ein Rah­menprogramm, das sich sehen lassen konnte, auf die Beine ge­stellt. Am Samstagvormittag freute sich dann Schirmherr und Bür­ger-meister Hans Zelzner bei sei­ner Begrüßung über das son­nige Wetter, hieß die Nach­wuchs-Volleyballer in Regen­stauf herzlich willkommen und pries das Turnier stolz als eine Demonstration für den Sport und den Volleyballsport im Be­sonderen, sowie als herausra­gendes Beispiel für Völkerverständigung und internationale Jugendbegegnung.

Viele Teams waren bereits am Donnerstag angereist, um das verlängerte Wochenende als Trainings-lager zu nutzen und um unter Outdoor-Bedingungen zu üben. Rund um den Sportplatz bot sich ein buntes Bild von Zelten, Bussen und Campingwagen, denn wer in der Turnhalle kein Ruheplätz­chen mehr fand, campierte ein­fach neben der Tartanbahn.

 

„Regen"tal-Cup machte Namen Ehre

 

Am Samstag um 10.00 Uhr war es dann soweit: Die Vorrunden­spiele in den 8 Wettkampfklas­sen der verschiedenen Alters­gruppen begannen und man konnte bereits früh erkennen, wer dieses Jahr die Favoriten waren. Am frühen Nachmittag, passend zur Kaffeepause, mach­te der „Regen"tal-Cup seinem Namen wieder alle Ehre. Nach blauem Himmel - dicke Regen­wolken, Platzregen, Sturmböen, die die Netzanlagen umrissen und - wieder Sonne, also ein echtes Freiluftturnier. Die Vorrundenspiele lagen gerade in den letzten Zügen, als ein er­neuter Wetterumschwung alle ins Festzelt flüchten ließ und das Abendessen einleitete.

 

Abwechslungsreiche Nächte für die Kids

 

Um die Kids bei Laune zu hal­ten, hatten sich Niemann & Co jedoch einiges einfallen lassen: Eine Grillparty, ein großes Fest­zelt und natürlich - Disco-Night. Begeistert ließen die Ju­gendlichen zwei Abende lang das Festzelt zu den Klängen heißer Rockrhythmen bis spät in die Nacht hinein erbeben. Hier kam man sich näher. Sprachbar­rieren wurden mit deutschen und englischen Wortbrocken und wenn nötig mit „Händen und Füßen" überwunden, Adressen wurden ausgetauscht und Freundschaften geknüpft bzw. erneuert.

 

Tschechinnen im Damen-Beach Spitze

 

Draußen war inzwischen bei Flutlicht das internationale Jugend-Beach-Turnier (U 21) im vollsten Gange. Bereits am Freitag hatten hier 12 Mädchen­teams mit je drei Spielerinnen pro Mannschaft die Vorrunde begonnen. Das Finale wurde zu einer rein tschechischen Ange­legenheit: Es siegte Havlickuv Brod I gegen Havlickuv Brod II. Bei den Jungen hatten sich von den 28 Zweier-Teams Stephan Eckert und Jürgen Stuber vom Bayernligisten TB Regenstauf und das slovakische Beachteam, Bratislava I, für das Endpiel qualifiziert. Eckert/Stu­ber hatten ihre Mannschaftskollegen Fieger/Kopka im Halbfi­nale besiegt, die ihrerseits in der Vorrunde ein zufällig anwesen­des Beachteam aus Norderstedt (1. Liga!) schlagen konnten. In einem dramatischen Finale, in dem die über 500 Zuschauer immer wieder volleyballerische Leckerbissen bejubeln konnten, siegte das Regenstaufer Duo nach fast 1 Std. äußerst knapp mit 16:14 gegen die slovakischen Jugendnationalspieler.

 

Turnierabbruch drohte

 

Da der Sonntagmorgen sich mit Nieselregen, niederen Tempera­turen und aufgeweichten Spiel­feldern zeigte, drohte der Turnier­abbruch. Einige wenige Mann­schaften traten die Heimreise an, die überwie-gende Mehrzahl ließ sich jedoch nicht ver­drießen und drängte auf Fort­setzung des Turniers auch unter diesen zunächst widrigen Ver­hältnissen. Diese Volleyballbegeisterung wurde belohnt, denn kaum wa­ren die nächtlichen Unwetterschäden beseitigt, hatte Petrus ein Einsehen und bescherte der Veranstal-tung von nun an trockenes Wetter.

 

Finale absolute Spitze

 

Waren in den Überkreuzspielen bereits packende Matches zu se­hen, so stellten die Finalbegeg­nungen alles in den Schatten. Vor allem wenn Teams aus ver­schiedenen Ländern aufeinan­der trafen, war die Hölle los. Anfeuerungsschreie, schnell ein Pulk von Zuschauern um dieses Spielfeld, fairer Kampf bis zum Letzten, und am Ende des Mat­ches freundschaftliches Hände­schütteln - und alle zusammen zum nächsten Spielfeld, auf dem das nächste Finale anstand.

Nur zwei der 8 Wettkampfklas­sen konnten deutsche Teams für sich entscheiden: Die Jungen des TV Riedenburg siegten in der B-Jugend (Wk II) und der VC Straubing beeindruckte bei den jüngsten Mäd-chen gleich mit Platz 1-3. Sokol Wien be­herrschte klar den männlichen Bereich unter 14 Jahren und holte sich mit zwei Titeln damit auch den Sonderpreis des be­sten Vereins.

 

Slovakische National­mannschaft dominierte

 

Die „Großen" vom Klub Police Bratislava ragten deutlich aus der Menge aller Teams heraus. Fast iden-tisch mit der A-Jugend-Nationalmannschaft der Slovakai zeigten sie Volleyball der Spitzenklasse.Trotz des überlegenen Pokalge­winns sagte ihr Trainer (gleich­zeitig der Trainer der National­mannschaft) für das nächste Jahr gleich mit zwei Auswahl­teams sein Kommen zu.

Egal welche Wettkampfklasse man auch nimmt, die Mädels machten es am spannendsten: Fast gleichwertige Gegner tra­fen aufeinander und so war es auch kein Wunder, dass die Ent­scheidung oft erst nach einer Stunde fiel.

 

Perfekte Organisation

 

Die Siegerehrung wurde noch einmal zu einem großen Fest:

Es gab Pokale für die ersten Drei jeder Wettkampfklasse und Dank der Freigiebigkeit der Schmidt Bank auch Sachpreise und Urkunden für alle 96 Mannschaften. Trotz des auch in diesem Jahr wieder launi­schen Wetters waren sich alle einig: Die Organisation war be­stens und das Niveau steigt von Jahr zu Jahr. So hat sich inzwi­schen ein echter „harter Kern" an Teams gebildet, die sich von Jahr zu Jahr in Regenstauf ein­finden und für die dieses Tur­nier zu einem festen Bestandteil ihres Volleyballjahres wurde.

 

Wer jetzt Lust bekommen hat, auch einmal dabei zu sein:

Der nächste Regental-Cup kommt bestimmt:

Am 07. - 09. Juni 96