Impressionen vom 4. Regental-Cup



Fotogalerie 1996


Teilnehmende Vereine:

Post SV Nürnberg, TG Landshut, ATSV Kelheim, TSV Burgheim, TSV Niedervieh­bach, TV Riedenburg, TSV Red-nitzhembach, TV Altdorf, TSV Dudenhofen, SV Esting, TSV Harburg, TSV Gars, ASV Steinach, FC Kleinaitingen, SC Freising, TSV Zirndorf, TV Kornwestheim, TSV Speyer, TSV Starnberg, TV Planegg-Kraiiling, SVS Türkheim, SCG Holifeld, TSV Grafing, TSV Nördlingen, TV Bremen, FSV Markt­offingen, Unterfranken-Auswahl, SV Heimstetten, TV Salchendorf, SB Uffenheim, SSV Meschede, ASV Cham, Cham/Hirschau, SpVgg Hainsacker, ESV Regensburg, DJK Hammelburg, SV Donaustauf, SC Ettmannsdorf, VV Gotteszell, VC Straubing, TSV Regen, TJ Orion Praha (CZ), Sokol Zbecnik (CZ), TJ Sokol-V. Wien (A), Klub Skoda Rokycany (CZ), VC Olympia Innsbruck (A), SSV Brixen (I), Nova Hut Ostrava (CZ), MeVS Plzen (CR), Tatran Stresovice (CR), MKS Jurand Malbork (PL), TB Regenstauf


Die Hundertermarke ist geknackt!

 

Es ist vollbracht: 120 Mannschaften!

Und – unglaublich, aber wahr: tropische Temperaturen! Aber das obligatorische Gewitter kommt am Sonntag früh um sechs Uhr: Pavillons fliegen davon, Netzanlagen kippen, Zelte samt Bewohner weichen

durch…

Erstmals gelingt es, den Gesamtsieg „Zuhause“ zu behalten:

Der Cup geht nach Ettmannsdorf (Oberpfalz)

 

Regenstauf in der Hand der Jungvolleyballer

120 Mannschaften - neuer Rekord /Spitzenteams aus fünf Nationen am Start

 

Vom 7.- 9. Juni 1996 richtete die Volleyball-Abteilung des TB Regenstauf zum fünften Mal den Regental-Cup aus. Waren die Volleyball-Kids in den letzten Jahren von Petrus nicht allzu verwöhnt worden, so wurden mannigfache Wünsche an diesem Turnier-Wochenende mehr als erfüllt. Nicht nur die Temperaturen von über 30 Grad stellten Superlative dar. Mit 120 Mannschaften aus fünf Nationen (28 Spitzenteams aus dem Ausland, ein Verein kam über 1500 km aus Polen angereist!) waren so viele wie noch nie am Start. Dadurch hat sich der Regental-Cup zum größten Jugend-Turnier Deutschlands entwickelt. Rund 1200 Jugendliche aus fast allen Hochburgen Bayerns, Spitzenteams mit vielen National- und Erstligaspielern gespickt aus Österreich, Italien, Tschechien und Polen lieferten sich auf 33 Spielfeldern über 500 heiße Wettkämpfe. Drei Tage lang bevölkerten sie das Stadion, die Zeltstadt und das Festzelt. Parallel dazu lief als Attraktion ein international besetztes Jugend-Beach-Turnier.

 

Bei hochsommerlichen Temperaturen konnten am Samstag morgen Schirmherr und Bür­germeister Dagobert Knott, TB-Vorstand Fritz Bock und Abteilungsleiter Oliver Niemann im Beisein von Ehren-schirmherr und Altbürgermeister Hans Zelzner sowie einigen Markträten die Nachwuchs-Volleyballer begrüßen. Das Turnier wurde stolz als eine Demonstration für den Sport und den Volleyballsport im besonderen sowie als herausragendes Beispiel für Völkerverständigung und internationale Jugendbe-gegnung angepriesen.

Pünktlich um 10:00 Uhr war es dann soweit: Die Vorrundenspiele in den 8 Wettkampfklas­sen der ver-schiedenen Altersgruppen begannen und man konnte früh erkennen, wer die­ses Jahr die Favoriten waren. Bereits bei den Gruppenspielen zeigte es sich, dass die Gä­ste aus Polen und Tschechien, mit Nationalspielerinnen und -spielern angereist, ihre Geg­ner klar beherrschten.

 

War das der heißeste Tag des Jahres ?

 

In den Pausen nahmen Kids und Betreuer, bei diesen tropischen Temperaturen, nur allzu­gern die eigens aufgestellten Duschen und Pavillons als Erfrischungs- und Schattenspen­der in Anspruch. Dass die Jugendlichen die drei Tage bei Kräften blieben, dafür sorgte von morgens an die Non-Stop-Verpfle-gung in und beim großen Volleyball-Zelt. An den Abenden erlebte man bis spät in die Nacht hinein Abbau von Sprachbarrieren und Völkerverständigung live: in den Disco-Nights, beim Beach-Turnier, bei Klein-Wettbewerben, in der Zeltstadt und am internationalen Trainer-Stammtisch. Man könnte meinen 8 Stunden Volleyball am Tag wären genug - weit gefehlt: Bis Mitternacht waren bei Flutlicht die meisten Spielfelder besetzt. Mannschaften aus verschiedenen Vereinen und Nationen fan-den sich zusammen, meist natürlich Mixedteams, und fighteten weiter - just for fun.

Viele Teams waren bereits am Donnerstag, einige sogar schon am Montag angereist, um das verlänger-te Wochenende als Trainingslager zu nutzen und um unter Outdoor-Bedingungen zu üben. Rund um den Sportplatz bot sich ein buntes Bild von Zelten, Bussen und Campingwagen, denn wer in der Turn-halle kein Ruheplätzchen mehr fand, campierte ein­fach neben der Tartanbahn oder schlief bei diesen Temperaturen unter dem Sternen­himmel mitten auf den Spielfeldern.

 

Fast doch wieder ein „Regen"-Cup

 

Sonntag, Punkt 6.00 Uhr - für die meisten mitten in der Nacht - begann jedoch die große Flucht. Ein riesiges Gewitter drohte mit Turnierabbruch. Sturzbäche begrüßten die Schla­fenden, Pavillons flogen durch die Luft, alle Netzanlagen kippten - Chaos pur. Durch vier „Regen-Regental-Cups" gestählt, ließ sich jedoch keiner verdrießen und alles drängte auf Fortsetzung des Turniers auch unter diesen zunächst widrigen Verhältnissen. Diese Volleyballbegeisterung wurde belohnt, denn kaum waren die nächtlichen Unwetterschäden beseitigt, hatte Petrus ein Einsehen und bescherte der Veranstaltung erneut traumhaftes Wetter.

Waren in den Überkreuzspielen bereits packende Matches zusehen, so stellten die Final­begegnungen alles in den Schatten. Vor allem wenn Teams aus verschiedenen Ländern aufeinandertrafen, war die Hölle los. Anfeuerungsschreie, schnell ein Pulk von Zuschauern um dieses Spielfeld, fairer Kampf bis zum Letzten, und am Ende des Matches freund­schaftliches Händeschütteln - und alle zusammen pilgerten zum nächsten Spielfeld, auf dem das nächste Finale anstand.

Während sich bei den Jungen Oberpfälzer Teams in drei Klassen den Cup sicherten, schaffte dies bei den Mädchen als einziges deutsches Team nur der VC Straubing in der Wettkampfklasse IV. Die Buben des SC Ettmannsdorf beherr­schten klar den männlichen Bereich unter 14 Jahren und holten sich mit zwei Titel damit auch den Sonderpreis des besten Vereins vor Nova Hut Ostrava und TJ Orion Prag. Die „Großen" vom 3. Polnischen Meister Jurand Malbork ragten deutlich aus der Menge aller Teams heraus. Trotz des überlegenen Pokalgewinns sagte ihr Trainer bereits für das nächste Jahr erneut sein Kommen zu.

Am spannendsten machten es aber die Mädels: Fast gleichwertige Gegner trafen auf­einander und so war es auch kein Wunder, dass die Entscheidung oft erst nach über 1 Std. fiel. Bei den Ältesten war Ostrava nicht nur mit der Durchschnittsgröße von fast 180 cm eine Klasse für sich. Mit zwei Teams angetreten standen sie sich zum Schluss im „Vereins"-Finale gegenüber. Mit Erstliga- und Jugend-Nationalspielerinnen gespickt, zeigten sie ein ums andere Mal Volleyball der Spitzenklasse. Die Wettkampfklasse II und III stellte jedoch alles in den Schatten: Bereits die Halbfinale sprengten den zeitlichen Rahmen. Nachdem dann Skoda Rokycany erst im Tie-Break Ostrava den Gesamtsieg raubte, endete das Endspiel TJ Orion Prag gegen Tatran Stresovice nach 1,5 Stunden und 3 Sätzen mit 21:19.

 

Die Siegerehrung wurde noch einmal zu einem großen Fest:

Bürgermeister Knott, 3. Bürgermeister Drindl und Abteilungsleiter Niemann konnten allen Teams ein Über­raschungspräsent und den ersten fünf jeder Altersklasse eine Spiele-Tasche oder ein Riesen-Brotzeit-Tablett mit einem Pokal überreichen. Alle Sportler und Betreuer waren des Lobes voll über das Wetter, die Wettkämpfe, das Rahmenprogramm, sowie die Verpflegung. Dass dem so war, verdankt die Abteilung auch heuer wieder allen aktiven und passiven Mitgliedern, unzähligen Eltern der TB-Volley-ball- Jugend sowie Vorstand Fritz Bock, die bei den monatelangen Vorbereitungen und an die­sen Tagen viel Freizeit für den Jugendsport und die internationale Jugendbegegnung ge­opfert haben. Die Organi-sation war also bestens und das Niveau steigt von Jahr zu Jahr. So hat sich in­zwischen ein echter „harter Kern" gebildet an Teams, die sich regelmäßig in Regenstauf einfinden und für die dieses Turnier zu einem festen Bestandteil ihres Volleyballjahres wurde.

 

Wer jetzt Lust hat, auch einmal dabei zu sein:

Der nächste Regental-Cup kommt bestimmt;

am 30. Mai - 01. Juni 97.