Impressionen vom 7. Regental-Cup



Fotogalerie 1999


Regenstauf - alljährlich das Mekka der Jugendvolleyballer

 

Favorit Rokycany holte Gesamtsieg vor Pilsen / 140 Teams - neuer Melderekord

 

Am nächsten Regental-Cup werden wir uns wiedersehen...

Der >>REGENTAL-CUP<< in Regenstauf ist für viele Jung-Volleyballer in ganz Deutschland und auch in vielen umliegendenLändern ein Highlight im Volleyball-Jahr. Zwei Wochen nach Pfingsten startete auch in diesem Jahr wieder der große Event mit einem neuen Rekord: 140 Mannschaften aus 6 Nationen geben sich die Ehre zum 25jährigen Jubiläum der Ausrichter vom TB Regenstauf. Volleyball, Atmosphäre, Kampfgeist, Emotionen, einfach „action pur“ war angesagt - eben alles, was zu so einem Großereignis mit dazugehört. Beinahe 1300 begeisterte Volleyball-Kids zwischen 10 und 19 Jahren trafen sich, lernten sich kennen, kämpften gegeneinander um Punkte und Siege, feuerten gleich darauf wieder sich gegenseitig an und schlossen Freundschaften ...

 

 

Dienstag, 01. Juni 1999, Sportstadion Regenstauf:

8.00 Uhr morgens - Verschlafen treffen sich einige der „ersten Herren“ und etwa 10 der Jungs:

die beiden Andis, Thomas, Alex, Andreas, Florian, Benni, ...

Auf dem Tagesplan steht der Festzeltaufbau. Alle schleppen Stangen, schwingen den Hammer, verlegen den Bretterboden - zwischendurch schiebt man schnell eine Pizza rein - Sonne pur - 9 Stunden fast durchgehend - bis das Festzelt endlich steht. Dann noch die Schlafsäcke ausgepackt und die Kumpels aus der mJA natürlich zusammen mit Coach Oli sind zur Nachtwache bereit.

 

Mittwoch, 02. Juni:

Ein lockerer Tag beginnt für die Boys von der Regenstaufer A-Jugend : erneut Sonne auf den Sonnen-brand - früh aufgestanden oder noch kaum geschlafen geht´s weiter - Oli, der „Big Boss“, nimmt per Handy während des Aufbaus die letzten Meldungen entgegen, Spielpläne werden gezeichnet, das Zelt eingerichtet - „Wo soll die Mikrowelle hin?“ “Hat denn keiner das ganz lange Verlängerungskabel gesehen?“ „Oli, Dein Handy!“ „Wer will ´ne Pizza?“ „Hey, schaut´s mal: Da sind schon die ersten!! Wer denn?? Na Gars, wie immer!!“ „Hallo Jungs, auch mal wieder dabei?!? Klar könnt Ihr zum Trainieren in die Turnhalle, wie jedes Jahr! Das Beachvolleyballfeld ist auch noch frei, Ihr seid wie immer die Ersten... Aber wir haben im Naturfreibad noch ein neues dazugekriegt...

Der Nachmittag verfliegt, am Abend treffen noch einige Teams ein, man beschnuppert sich in ersten Test-Spielen und schließlich folgt - wie immer - die Nachtwache.

Wir erleben das typische Regental-Cup-Feeling - das Stadion bebt unter einem Riesenunwetter - fast alle flüchten in der Nacht aus den Zelten in die Halle - nur die Jungs von der Zeltwache müssen ausharren. „Hoffentlich hält das Ding den Sturm aus!“

 

Donnerstag, 03. Juni:

... die beiden Andis, Thomas, Alex, Andreas, Florian, Benni, ...  

stehen - wo sonst? - mal wieder im Stadion in der Sonne - 36 Anlagen werden aufgebaut, fast 2000m Linien müssen vermessen und gezogen werden ... Immer mehr Teams kommen an und sichern sich ihre langjährigen Stammzeltplätze. Die Fahnenmasten werden aufgestellt, die Deutsche und Bayerische Fahne gehisst. Auch die Fahnen der teilnehmenden Nationen flattern bald daneben im Wind:

Italien, Österreich, Tschechien, Polen, Frankreich.

 

Freitag, 04. Juni:

Mehrere Regenstaufer Volleyballer klemmen sich hinters Steuer und schwirren ab zum Einkaufen, selbige kommen vollbeladen mit Nudeln, Pommes „Wo ist die Gefriertruhe???? Schnell!!“ "Oh, Süßigkeiten" - "Finger weg!!“ Milch, O-Saft und sonstigen Riesenpaketen zurück und werden von

die beiden Andis, Thomas, Alex, Andreas, Florian, Benni, ...

und vielen anderen fleißigen Händen ausgeladen. Zwischendurch entsteht die Wettkampfleitung.

 

Ab Mittag wird es ernst:

Beinahe jede Minute treffen neue Mannschaften ein, rollen Busse aus Berlin, Brixen, Prag, Pardubice, Pilsen, Wels,... und sogar Polen ein.

Die beiden Andis, Thomas, Alex, Andreas, Florian, Benni, ...

weisen Zeltplätze an, begleiten diverse Teams - am liebsten die Mädels... - in die Turnhalle, helfen als Parkplatzanweiser aus und bauen zwischendurch die Lichtshow, das Mischpult und die Musikanlage für die Große Volleyballer-Disco-Night auf.

Ständig melden sich jetzt Teams für das Jugend-Beach-Turnier an, das um 14 Uhr mit über 40 Mannschaften startet. Im Stadion beginnt es zu „wurreln“, im Festzelt brutzeln die ersten Würstl, aus

dem Lautsprecher dröhnen die ersten Mannschaftsaufrufe: „ ´Die zwei Chaoten´ spielen gegen `Vier Hände am Ball` auf Feld 12 !!“

 

Der Regental-Cup 1999 läuft an !

 

Auch die beiden Andis, Thomas, Alex, Andreas, Florian, Benni, ...

kommen zischen den letzten Vorbereitungen im Festzelt in den Sand gehechtet und beachen mit!

Das Beach-Turnier steigert sich gegen Abend, die Halbfinals sind hart umkämpft. Im Schein der untergehenden Sonne steigt im Finale so mancher Sky-Ball in den Himmel, hechten sich Mädchen und Jungs gleichermaßen nach jedem Ball, da kommt so richtiges Beach-Feeling auf. In diesem Jahr gewinnt bei den Jungs ein Team aus Landshut vor Riedenburg und bei den Mädels die Straubinger vor Berlin.

Und gleich im Anschluss powert man weiter:

 

Die beiden Andis, Thomas, Alex, ...

starten die große Volleyballer-Disco-Night, wo alles abtanzt, hipp-hoppt und mitgröhlt, bis es schließlich um 0.00 Uhr heißt: Zapfenstreich. Aus den heiß umworbenen DJ´s wird nun die strenge Nachtwache, und tatsächlich: Um 0.30 Uhr ist Platzruhe. Natürlich feiert man in einigen Zelten noch weiter, aber in

Zeltlautstärke, nicht mehr mit XX-Dezibel...

Die beiden Andis, Thomas, Alex, Andreas, Florian, Benni ...

drehen mit den Herren der Organisationscrew noch bis 4 Uhr früh ihre Runden.

 

Samstag, 05.Juni:

Über 100 Aktive von Jung bis Alt, Eltern und Freunde starten mit dem Frühstück um 5.00 Uhr, 800 hungrige Mäuler wollen mal wieder gleichzeitig abgefüttert sein, damit jeder rechtzeitig fit ist Jetzt kommen auch die letzten Nachzüglerteams an - die 140 Mannschaften sind komplett! - und nach der

Begrüßung starten bei strahlender Sonne die ersten Spiele.

Pünktlich um 10 Uhr wurden die Jugendlichen auf die 36 Felder losgelassen. Was sonst zwei Fußballfelder sind, bildete nun die Grundlage für rund 600 Volleyballspiele! Die fast tausenddreihundert 10- bis 19jährigen spielten in 12 Wettkampfklassen um den begehrten „Regental-Cup´99“. Wegen des großen Interesse konnte in diesem Jahr erstmals bei den Mädchen sogar in jeder Altersgruppe in zwei Leistungsklassen gespielt werden. Die Jugendlichen nutzten ihre Chance, ihre Kräfte gegen die verschiedensten Gegner zu messen und boten all ihr Können auf. Besonders die ausländischen Teams waren gefürchtet, waren sie doch in den letzten Jahren in vielen Wettkampfklassen tonangebend.

Und Spitzenvolleyball war zu sehen, Bezirksauswahlteams, Teilnehmer an den Nationalen Meisterschaften, Jugendliche mit Erstligaerfahrung, ja sogar Nationalspieler waren im Einsatz. Doch das hinderte die Kids nicht daran, neidlos das bessere Können anzuerkennen und gleich darauf die ehemaligen Gegner feste anzufeuern! Nicht selten schallte es da dann zweisprachig vom Spielfeldrand!

 

Auch die Andis, Alex, Thomas, Florian, Benni....

ließen es sich nicht nehmen, sich mit den übrigen Jungs der Wettkampfklasse I bzw. II zu messen. Bis spät in den Abend liefen die Spiele und jedes einzelne war hart umkämpft. Denn der Regental-Cup wäre nicht der Regental-Cup, wenn nicht neben dem sportlichen Ehrgeiz auch noch die tolle Atmosphäre wäre. In der „Zeltstadt“ wurden Tag und Nacht kleine Feste gefeiert, bei denen alle Sprachbarrieren überwunden wurden und man Völkerverständigung live erleben konnte. Jungs und Mädls aus den verschiedenen Vereinen, Städten, ja Nationen, die Regenstaufer Jugendlichen, und da nicht nur die Volleyballer, erneuerten oder schlossen Freundschaften quer durch ganz Europa.

Während die Kids feierten, trafen sich die Oldies am Trainer-Stammtisch zu internationalem Erfahrungsaustausch oder maßen sich im Betreuer-Beach-Turnier (Sieger wurde hier ein Team aus Regenstauf/Landshut vor Brixen).

Das macht eben den Flair dieses Turniers aus:

Man fühlt sich zuhause, beinahe wie in einer riesigen Familie.

Dazu trägt auch die Regenstaufer Organisation bei: im Festzelt gab es von früh um 6 bis nachts um 12 alles, was ein erschöpfter Volleyballer so braucht, vom Gyros bis zum Kuchen, Nudeln, Bratwürste Steaks und Pommes, Pommes, Pommes.....

Geknüpfte Freundschaften wurden vertieft, ob beim gemeinsamen Futtern oder abends beim Abtanzen in der großen Volleyballer-Disco-Night. Es herrschte stets High-life. Wieder heizte den Kids die DJ-Crew mit den beiden Andis, Thomas, Alex ...

ordentlich ein. Da stürzte sich jeder ins Getümmel. Schließlich ist nicht jeden Tag Regental-Cup!

Doch ab 0.30 Uhr heißt es unter einigem Protest wieder: Ab in die Schlafsäcke,

die beiden Andis, Thomas, Alex, Florian, Benni...

machten es sich wieder als Zeltwache im Festzelt gemütlich oder begleiten die Herren aus der Wett-kampfleitung auf ihren Runden als Nachtwache bis morgens um vier.

 

Sonntag, 06. Juni:

Um 5.30 Uhr weckt die Frühstücks-Crew die Jungs von der Zeltwache aus einem gerade mal knapp 2 Stunden langen „Erholungs“-Schlaf.

 

Die beiden Andis, Thomas, Alex, Florian, Benni...

sind die ersten beim Frühstück.

 

8.00 Uhr: Ebenfalls kaum ausgeschlafene Volleyboys und -girls dösten müde in einer schier endlosen Schlange dem Frühstück entgegen. 1000 hungrige Volleyballer gleichzeitig - das klappt leider nicht ohne Anstehen. So richtig wach wurde so mancher erst auf dem Spielfeld, denn nun ging´s in den Endspurt:

Man konnte nochmals eine Steigerung in den Spielen beobachten, denn waren die Matches am Vortag schon spannend, so legte man jetzt noch mal eins drauf, schließlich ging es jetzt bereits in die Finalrunde. Die Zahl der Zuschauer rund um die Endspiele stieg stetig, weit über des Stadion schallten

Anfeuerungsrufe verschiedenster Sprachen.

Es war einfach DAS Volleyballfeeling schlechthin!

 

Am Ende konnte sich dieses Jahr Rokycany (CR), den Gesamtsieg ganz knapp vor den Verfolgern aus Pilsen (CR) mit zwei ersten und je einem zweiten, dritten und vierten Platz sichern, während Pilsen diesmal „nur“ zwei Erste und einen Zweiten aufweisen konnte. Zur Ehrung der Mannschaften kamen noch einmal alle zusammen. Die drei Erstplazierten erhielten jeweils Pokale - jede Mannschaft konnte eine Urkunde in Empfang nehmen - keiner musste ohne einen Preis heimfahren: vom Kleinpreis bis über Gesellschaftsspiele, Luftmatratzen, Volleybälle, Zelte, CD-Player hin zur Mega-Stereo-Anlage stand für jeden einzelnen Spieler etwas bereit. Preise im Wert von über 6000 DM wurden verteilt.

 

Zum Jubiläum hatte sich die Organisationsleitung sogar noch etwas Besonderes einfallen lassen:

Die 12 Gruppenersten fieberten um die Super-Team-Preise.

Neben Mc-Donalds-Gutscheinen wurde eine komplette Beachanlage von Fa. Wagner / Steinheim, eine Trikotserie von Creative Press / Schnaittenbach, eine Balltasche mit 5 Beachbällen sowie ein Set Knieschoner bzw. ein Mannschaftssatz Event-T-Shirts verlost.

Eine Umfrage unter alle Teams ergab, dieses Turnier muss bleiben - auch im nächsten Jahr wollen alle am letzten Wochenende der Pfingstferien wieder nach Regenstauf kommen!

 

 

Auch der diesjährige Regental-Cup war also ein gelungenes Volleyball-Fest, das im Kalender des nächsten Jahres für den 22. - 25. Juni 2000 schon vorgemerkt ist.

Und wieder steht ein Jubiläum an ! 25 Jahre Bayerischer Volleyball-Verband Mit der Hoffnung, dass eine Verbindung dieses Jubiläums mit diesem Jugendereignis zu schaffen sei, machten sich die Teams auf die Heimreise und sicherten bereits ihr Kommen für nächstes Jahr zu.

 

Sonntag, 20.30 Uhr abends,

der Abbau fast geschafft -

alle total übermüdet, aber überglücklich.

Dieser Regental-Cup war super - fast perfekt !

 

150 Helfer, vor allem wohl Andi, Thomas, Andreas, Alex, Benni, Florian....

denken nur eins:

 

Endlich S C H L A F E N !

 

Eine Woche ist der Regental-Cup vorbei, der nächste Regental-Cup noch so fern:

Briefe und Mails wandern fast täglich quer durch Europa, das Telefon ist ausgelastet und die ersten Besuche bei den neuen Bekanntschaften sind bereits geplant ...