Impressionen vom 11. Regental-Cup



Fotogalerie 2003


Ein Volleyball-Festival der Superlative

 

Kampftage mit viel guter Laune

 

Ausgerüstet mit Isomatte, Schlafsack und dicken Pullis rückten wir TB Mädels am Dienstag an zum Dienst auf dem Turniergelände. Der Regental-Cup 2003 stand vor der Tür. Zuerst einmal brachten wir den Jungs, die das große Festzelt aufbauten, zum Frühstück Brezen als Stärkung. Auch versuchten wir sie mit leichteren Aufgaben, die wir ihnen abnahmen, zu unterstützen. Und abends, nach getaner Arbeit hielten wir mit den Jungs von nun an tapfer Nachtwache. Der Spaß war somit natürlich schon vorprogrammiert. Mit Flaschendrehen, Nacht-Beachen, Kartenspielen oder einfach nur Ratschen schlugen wir uns die Nacht um die Ohren ohne Rücksicht auf Verluste. Francesco, der uns reichlich Pizza lieferte, hielt unseren Magen bei Laune und damit die Ausdauer aufrecht.

 

Neben dem Aufbau unzähliger Bierbänke und -tische konnten wir anderntags noch das eine oder andere Beachvolleyball-Match raushauen, bevor wir uns abends - eng aneinander gekuschelt - wieder liebevoll um die Bewachung des Festzeltes kümmerten. Am Donnerstag in aller Herrgottsfrüh riss uns ein anderer Arbeitstrupp aus unserem "Schlaflager", da bereits die Einrichtung gebracht wurde. Nun hieß es für uns Mädels Kühlschränke, Regale und Bierbänke sauber machen und an der richtigen Stelle anbringen.

Die "Großeinkäufer" waren auch schon da: "Pack mal die Servietten da rüber!" "Nö, ganz eng zusammen, da kommt noch mehr!" Becher, Gewürze, Grillzangen, Äpfel, Marmeladengläser "lass des bloß net fallen!!" - Butter ("nicht ins Regal, in den Kühlwagen!!") Kaffeekannen, Milliarden von Verlängerungskabeln, die strategisch günstig als potenzielle Stolperfallen hinter der Verkaufstheke deponiert wurden, Kuchenabdeckhauben... und jede Menge Schokoriegel. ... Die aber leider genau abgezählt waren...

Derweil schufteten die Jungs schon lange auf dem Rasen. Eine Felderreihe nach der anderen wurde nach und nach sichtbar. Muskelbepackt schwang man den Riesen-Schlaghammer und wuchtete 60cm-lange Heringe in den geheiligten Fußballrasen, um die Netze abzuspannen, während wir wie die GoGo-Girls jeweils an einer Stange herumturnten - äh pardon - die Netzpfosten gerade hielten, damit die 12er-Batterie Netze auch ja nicht schief und krumm herum-hing. Der mittlerweile schon berüchtigte Bauwagen der Wettkampfleitung wurde vorgefahren und die Plakate angebracht. Bloß der Pavillon vor dem Bauwagen bereitete unseren Jungs einiges Kopfzerbrechen: Ganze 2 Stunden (!) standen sie vor dem Gestell, rätselten herum, und puzzelten die einzelnen natürlich unbeschrifteten ca. gefühlten 200/300/400... Teile zusammen, bis sie schließlich ihr Werk zuende gebracht hatten.

 

Am Freitag musste in der Früh alles sehr schnell gehen, es blieb schon wieder keine Zeit zum Ausschlafen! Die letzten Regale wurden eingeräumt, die Getränke gebrachte, die letzten Vor-bereitungen getroffen. Und dann ging´s so richtig los:

Pausenlos trudelten aus allen Richtungen Teams bei uns ein. Dazwischen lieferten auch die letzten Regenstaufer Spieler ihren Kuchen als Startgebühr im Festzelt ab. Schließlich begann um 14.00 Uhr auch schon das Beachturnier. "Hei, schau mal, Teckel ist auch wieder da!" Es kamen die ersten große Begrüßungsszenen der Stammgäste und Lieblingsgegner, die von uns ganz herzlich willkommen geheißen wurden.

So langsam kam der Cup auf Touren, die Beachrunde startete.

Nach einigen abschätzenden Blicken auf die gut gebauten Jungs entschieden wir Regenstaufer Mädels uns ziemlich schnell für unsere Favoriten, deren körperlichen Einsatz wir fachmännisch begutachteten und ihre Bemühungen lautstark und fleißig unterstützten - falls wir nicht gerade selber auf dem Court standen und unsererseits kritisch oder auch wohlwollend beobachtet wurden. Als unsere "eigenen Jungs" doch glatt den Einzug ins Finale schafften, mussten wir sie natürlich kräftig anfeuern - eine Frage

der Ehre! Erfreulich, dass das Regenstaufer Team dann auch den 1.Platz belegte - nur mit unserer Hilfe natürlich...

Am Abend stand die erste Volleyballer-Disco-Night an. Speedys Disco heizte tüchtig ein und nach den üblichen Anlaufschwierigkeiten "Wolln wir tanzen? - Nee, doch nicht alleine auf der Tanzfläche..." tobte die Menge im Licht der zuckenden Spots und wogenden Nebenschwaden.

Aber um 12 war Schluss: Nachtruhe war angesagt und alle Teilnehmer wurden gnadenlos aus dem Zelt

"gejagt".

Danach kam für uns Mädels das große Aufräumen: Während die anderen Mannschaften längst schon schliefen (?!), musste heimlich still und leise (?) die Disco für den Morgen in einen Frühstücksbereich umgebaut werden und aus der Tanzfläche bastelten wir ein Matratzen... - schön wärs! - ein Bierbank-lager, bevor auch wir uns in den Schlafsack verkrochen.

 

Sekunden später ... , also am Samstag um 6 Uhr mussten wir Mädels schon wieder aufstehen um eine riesige Menge an Wurst- und Käseaufschnitt, Butter und Getränke vorzubereiten. Und rund 800 hungrige und verschlafene Volleyballer für den großen Turnierstart um 10 Uhr fit zu machen.

Und weiterhin vermehrte sich die Menge bis unser Bürgermeister sich bei der Begrüßung einer geballten, erwartungsvollen Masse von ca. 1500 Volleyballern gegenüber sah.

Nach einigen herzlichen Worten und der üblichen Anfangspanik in der Wettkampfleitung sortierten sich die Menschenmassen auf die insgesamt 48 Felder, schnappten sich die weiße (?) Murmel und legten los. Wir Mädels verteilten uns gleichmäßig: "Mensch, wo bleibst du denn, wir spielen jetzt auf Feld 32 gegen die Tschechinnen", "Also die Berliner Jungs haben doch gar nicht so schlecht gespielt, find ich.." "He, wir

sollen im Festzelt Getränke verkaufen helfen - und beim Abwasch fehlt auch noch jemand!" "Kann mal einer in die Halle schauen, da fehlt noch Klopapier..." "Schnell! Wir sind Schiri! Rockycany gegen die Polen!" "Cool, wie uns diese Jungs da angefeuert haben! Die sind echt süß! Wo sind die denn eigentlich her?"

Wir fanden es wie jede Jahr total spannend, gegen Mannschaften zu spielen, mit denen man normalerweise nicht zusammenkommt, vor allem sich mit Mannschaften aus z. B. Berlin oder dem Ausland zu messen.

Nach den heiß umkämpften Spielen flitzen wir zunächst ins Festzelt zur Ausgabe des Abendessens und kümmerten uns um Salatbar, Pommes-Friteusen, Bratwurstsemmeln, Leberkäse etc, anschließend schnappten wir uns ein paar "fremde" Jungs und meldeten uns als wie gefordert Geschlechter- und Vereins-Mixed-Team beim neu eingeführten "Affe und owe-Turnier" an. Mit einer Bank bewaffnet folgte uns unser Fanclub bei unserer Wanderung an der Netzreihe entlang. Denn sobald die Kuhglocke (!) ertönte, mussten Verlierer mussten ein Feld "runter", Gewinner durften ein Feld "rauf" in Richtung Beachfeld wechseln. Das Beachfeld rückte zwar immer wieder ein weite Ferne, aber das war "wurscht": Hauptsache Volleyball spielen und hier sogar mit den Jungs zusammen fighten, das machte einen Riesenspaß!

Anschließend flitzten wir los, um uns ein bisschen aufzustylen: Denn am Abend wurde das Festzelt wieder zu einer großen "Volleyball-Disco". Wir mischten uns zwischen die tanzende Meute, eng war´s, schön war´s, geile Musik, coole Rhythmen, süße Boys... einfach wow!

Aber: um 12 war wieder Schluss: Nachtruhe war angesagt und alle Teilnehmer - auch die hartnäckigsten - wurden gnadenlos aus dem Zelt komplimentiert, der Wachdienst startete seine Runden.

Und wir? Mal wieder das große Aufräumen: Disco in eine Frühstückstheke umbauen, Boden kehren, Bänke abwischen und dann wenigstens noch kurz ab in den Schlafsack.

 

Wann der Sonnenaufgang am Sonntag war? Jedenfalls erst nachdem wir uns aus den Federn (schön wär´s) gequält hatten und für über 1000 Leute Frühstück vorbereitet hatten. Mit schweren Knochen, lahmen Muskeln und bleiernen Augenlidern versammelten wir uns nach der Frühstücksausgabe auf unserem Spielfeld, und versuchten die verschwommenen Gesichter der Gegner zu erkennen.

Aber dann waren wir wieder hellwach! Der Volleyball flog wieder, die Sonne schien und jeder Punkt war wichtig: Die Endrunde lief in vollem Gange. Zwischendurch die neuen Freunde und natürlich die eigenen Jungs anfeuern, bei den Teams der Kleinen vorbeischauen und coachen, Dienst hinter der

Verkaufstheke, Lose für die große Schlusstombola an den Mann bringen (vor allem "Mann"...), schied´sen oder die Wettkampfleitung belagern, wo alle Fäden zusammenlaufen, Pokale auspacken und aufstellen, Urkunden schreiben, aber auch Müll einsammeln und Klos in der Halle putzen..., im Festzelt die Tombola vorbereiten...

Der Sonntag ging wie im Flug vorbei!

Schließlich hieß es "Auf Feld 14 startet nun das Endspiel der Wettkampfklasse...." und wir strömten mit hunderten Anderen dorthin, denn : Da standen unsere eigenen Jungs!

Insgesamt 4 Mal hatten sich unsere Teams für ein Finale qualifiziert! Und am Ende sahnten wir Regenstaufer nach 11 Jahren Regental-Cup zum erstem Mal so richtig ab:

Bei der Siegerehrung behielten wir ganz einfach 5 Pokale und auch den Gesamtsieger-Cup für uns!

 

Fast schon ein bisserl peinlich, aber stolz waren wir doch alle.

So ganz nebenbei zwischen der Turnierorganisation, Festzeltbetrieb und Nachtwache auch noch Turniersieger zu werden, das hat schon etwas. Als auch die restlichen 40 Pokale den Besitzer gewechselt hatten und alles zur Tombola stürmte um vom Fernseher und der Stereoanlage bis zum Ü-Ei seine Preise abzuholen, verschwanden bereits wie von Geisterhand die Felder, Linien und Netze. Noch bevor wir das letzte Team persönlich verabschiedet hatten, war das Stadion leer und wir rafften uns auf, um mit den letzten 2 Stunden Arbeitseinsatz das Festzelt zu räumen, bevor wir den Regental-Cup 2003 traditionell beim Chinesen beendeten.

 

Und nächstes Jahr stehen wir natürlich wieder ab Dienstag im Dienst –

für den Regental-Cup 2004!

 

Bis dann

Eure Regenstaufer Mädels