Impressionen vom 15. Regental-Cup

Presseberichte



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Ein Turnier mit knapp 2000 Volleyballern ?? Kein Problem !?!?   -  Regental Cup 2007

 

Diesmal ein kleiner Blick hinter den Kulissen ...

 

Mittwoch:

Ausnahmsweise ersparen wir uns nach den wochenlangen büro-orga-nisatorischen Arbeiten im Hintergrund den ersten praktischen Teil: Aufbau des Festzelts erübrigt sich, denn wir dürfen das große Volks-festzelt nutzen, weil sich die Regenstaufer Dult eine Woche nach dem Cup anschließt und schon vorher aufgebaut wird. Das Festzelt erhält den letzten Schliff, die Biertisch-garnituren werden aufgestellt, die neue Verkaufstheke und Organisation begutachtet und geplant.

 

Die mJB zusammen mit Chief Oli macht sich´s abends mit Schlafsack und DVD-Anlage...(?) bequem:

´Nachts im Museum´, genau das Richtige, wenn man Zeltwache ist!!

 

Donnerstag:

Felderaufbau ... erst eins, dann zwei, dann drei, dann ...

am Abend stehen sie, die 61 Felder (grad dass sie hinpassen...) mit Absperrband sind alle Linien gezogen, mit Monsterhammern die Riesenheringe (Marke 1m lang und ca. 20 kg schwer) sind im Fußballerrasen versenkt (ohne die Sprenkleranlage zu treffen...) - zwischendrin gab´s Bratwürstel für alle, schließlich ist für die übrige Menschheit Fronleichnam eigentlich ein Feiertag...

 

Freitag:

Die Einkaufscrew dampft mit mehreren Kombis und Vans ab in die Metro zum Großeinkauf, anschließend zum Aldi („Oh, tut mit leid, aber das können Sie nicht alles mitnehmen, da hat ein Team aus ... schon das Meiste reserviert! ... ?!?!?) während die Wettkampfleitung sich im Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Regenstauf breitmacht und die Computer installiert.

 

Denn dieser Cup ist der erste Cup der Zukunft:

Die Spielpläne werden erstmals per Computer generiert und nicht mehr von Hand gemacht. („Was machen wir bloß bei Stromausfall?“ „...und wenn der PC abstürzt???“ „Hoffentlich ist kein Fehler im Programm...“)

Die ersten Teams bauen ihre Zelte auf, Allianz Stuttgart wie immer im unteren Stadion ganz in der Ecke beim Durchgang, auch Gäste mit Wohnmobil sichern sich geeignete Standorte in der Nähe der Strom-versorgung.

Plötzlich lautes Kreischen im unteren Stadion:

Die Sprenkleranlage hat sich aus unerfindlichen Gründen eingeschaltet und den Zeltstadtaufbau kräftig begossen... Man dreht den Regler wieder zu und entschuldigt sich tausendmal, Gott sei Dank nehmen´s die meisten mit Humor.

Keine Viertelstunde später das ganze von vorne. Der Rasensprenger hat sich eigenmächtig selbst gestartet, oder war´s Sabotage?? Beim dritten Mal geht der Humor der Geduschten baden, verständli-cherweise. Trotz Ausschalten und vom Stromnetz abstöpseln (!!!) regnet ein Sprenkler weiter!!

Wie kriegt man das bloß in Griff??

Natürlich mit roher Gewalt: Unser Vorstand und der eilends alarmierte Hausmeister sperren mit vereinten Kräften die gesamte Wasser-zufuhr des ganzen Stadions ab, um den übereifrigen Sprenkler abzuwürgen, bis sich das doofe Teil beruhigt hat...

 

Im Festzelt werden inzwischen im Minutentakt Säcke bzw. Kisten mit Wurst, Käse, Gyros, Getränken, Semmeln, Kuchen, Zaziki, Tiefkühlpommes angeliefert und verstaut, die Teams melden sich reihenweise in der Wettkampflei-tung, Lichterketten und Plakate werden noch schnell installiert, die Lautsprecheranlage gecheckt „ 1 – 2 – Test“ (wie einfallsreich...), Beachteams nebenbei sortiert und das Beachturnier gestartet. Inzwischen wird schnell noch ein Streit um die Zeltplätze zwischen den Gastvereinen geregelt („Wir zelten aber immer hier...“ „Aber wir waren eher da...“), Berlin reist gleich mit Pferdeanhänger an. Die Zeltstadt schießt wie die Schwammerl (also Pilze) aus dem Boden. Auch das Rote Kreuz baut sein Einsatzzentrum auf und startet mit den ersten Versorgungsleistungen („Habt ihr mal ein Pflaster, ich hab mir beim Zeltaufbau mit dem Hammer auf den Finger gehaut...“)

 

Die Sonne strahlt, die Vorrundensieger beim Beachturnier auch, das Turnier startet wie gewohnt.

Abends dann wie üblich Festzeltbetrieb und Disco während draußen das Beachfeld beim Finale von rund 300-400 Kids umlagert wird.  Als Sieger werden „Die Stellvertretenden Landräte“, „Trinidad & Tobago“, „Brasilien“ und die „Beachvolleybälle“ gekürt, eigentlich ja bevor der Regental Cup offiziell begonnen hat – das erste Turnier mit fast 100 Teams ist geschafft.

 

Samstag:

Die erste Frühstücksrunde im großen Zelt läuft reibungslos: 650 Portionen werden in zwei Stunden ausgegeben (das macht rund 5 ½ Portionen pro Minute – falls alle gleichmäßig kämen und nicht immer in der letzten halben Stunde vor Spielbeginn), die letzten Teams kommen grade noch rechtzeitig zur Begrüßung:

 

Alles was Rang und Namen hat in Regenstauf, ist da und freut sich über das tolle Bild, wenn knapp 2000 Volleyball-Kids und Youngsters die Wettkampfleitung umlagern und schon ganz heiß aufs Volleyball sind.

Der Regental-Cup startet nach den üblichen Hin und Her ( Ich hab jetzt doch nur ein Team dabei... Kann ich nicht mit den Jungs in der höheren Klasse starten und dafür die Mädchen in Leistungsgruppe B?... Klar wir tauschen sie einfach...) wie geplant, alle Spiele laufen, der Verkauf schaltet um von Frühstück auf Normalbetrieb. Schiris werden aufgerufen, Teams gesucht (wenn ihr nicht gleich da sein, habt ihr verloren!!)

Die Verkaufscrew gleicht mit der Frühstückscrew den vermuteten Bedarf für Sonntag ab, während im Spülzelt fleißige Damen die 650 Frühstücksgedecke von festgeklebtem Nutella, Butter und Zuckersatz in den Tassen befreien.

Die Teams feiern die ersten Siege oder stecken die eine oder andere Niederlage weg, man begutachtet die Gegner und feuert Bekannte an, alles läuft super.

Die Verkaufscrew dampft mal wieder zur Metro und zum Aldi, im Festzelt wird vor Ort die Kühltheke repariert alles kein Problem.

Inzwischen laufen die letzten Spiele der Vorrunde in der Nachmittagshitze, die Sonne strahlt vom Himmel und ...

damit sich keiner einen Sonnenstich holt, ruft man die Feuerwehr, die den Volleyballern die traditionelle Regental Cup Taufe verpasst.

Hiobsbotschaft von Klofrau Peggy. Das Stadionklo ist völlig verstopft und muss abmontiert werden, damit man mit einer Spirale an die Verstopfung rankommt (Unser armer Vorstand: Zitat „ ich könnte das jetzt schon delegieren, aber an wen denn?? Das kann ja sonst keiner...“) (und wollen will sowieso keiner !)

 

Die Regenstaufer Teams melden reihenweise Vorrundenerfolge und das, obwohl z. T. die Betreuer wegen organisatorischer Aufgaben gar nicht coachen können. Inzwischen hat sich jeder seinen Lieblingsplatz gesucht, kennt sein Spielfeld (nach diversen Hechtbaggern sogar die einzelne Grasbüschel), hat sich als Sonnenschutz ein Regental-Cup-Käppi mit Namen anfertigen lassen und hat einfach viel Spaß beim Turnier.

Doch in der Halle treiben sich derweil irgendwelche Regenstaufer Jugendlichen in der Mädchendusche herum und pritscheln. Als einer der Wettkampfleiter sie rausschickt, werden sie aggressiv und einer der Typen greift ihn mit einer zerbrochenen Bierflasche an. Erfolglos – Gott sei dank! Chief Oli fährt wegen der Typen zur Polizei, aber die unter-nimmt nix, sondern sagt, wir müssten energischer sein (!???).

Die letzten Spiele laufen, im Festzelt ist Hochbetrieb, das Abendessen wir zusätzlich zum normalen Angebot geliefert, die Pommesverkäufer arbeiten im Schweiße ihres Angesichts genau wie der Grillchef und der Rest der Crew. Die längeren Laufwege im Verkauf machen sich langsam in den Beinen bemerkbar.

 

Ähnlich schwere Beine haben die Volleyballer anscheinend nicht:

Nach dem Spielende am Abend startet das Affe&Owe Turnier mit 28 Mannschaften, unter anderem die Regenstaufer Gangsta (unsere speziellen Freunde ortsansässiger Jugendlicher mit Kuhhandel a la „wenn ihr mitspielen dürft, gebt ihr aber nachher auch Ruhe und geht um 12 heim“) Die Spielerbörse am Anfang liefert Durchsagen wie: „ich hab hier Jungs, die suchen Mädels... hallo Mädels, welche Jungs wollt ihr denn haben??“ Die Invaliden treten nun an gegen die Sechs witzigen Whisky mixenden Whisky-Mixer, Tequila spielt gegen das Sixpack oder Der Bär mit dem Schießgewehr gegen die Killerelfen. Zwischenübungen wie Purzelbaum, Rad oder Jungs küssen die Mädchen ihres Teams machen Stimmung bis am Ende gegen 22 Uhr eine Polonaise die Sieger und Besiegten zur Siegerehrung bringt (Wasserpistolen und Zehnerl-Eis).

Im Festzelt feiern die übrigen Volleyballer fröhlich in der Disco bis zum Zapfenstreich um Punkt 24 Uhr.

Leider pöbelt ein Jugendlicher Störenfried, der einschlägig bekannten Gruppe aus Regenstauf, inzwischen in der Halle, bedroht Volleyballgäste mit einem Schlagring. Jetzt reichts: da er dabei fotografiert und angezeigt wird, kommt schleunigst die Polizei und nimmt ihn vor Ort in Handschellen fest. Sicherheitsdienst und Nachtwache kontrollieren und gehen bis 5 Uhr früh Streife. Bei den Volleyballern ist alles ruhig (weitestgehends) und friedlich.

 

Sonntag:

950 bestellte Frühstücke, Rush hour um 8.30 Uhr, kein Käse/keine Nutella/keine Marmelade/kein Müsli mehr für die letzten Langschläfer und keine Wurst mehr für den Verkauf von Wurstsemmeln, aber nach knapp 2 Stunden sind alle abgefüttert (diesmal ca. 8 - 18 Portionen pro Minute).

 

Das Turnier startet pünktlich um 9 Uhr, jetzt geht´s ums Ganze: Überkreuzvergleiche und Platzierungs-spiele stehen an. Die Regenstaufer Teams bemühen sich, nach Nachtwache und Frühstückseinsatz frisch und mit klarem Blick die Bälle zu erwischen bzw. zu versenken. Viele Gäste haben sich nun schon gut kennen gelernt, man feuert die Partner vom gestrigen Auffe&Owe-Turnier an oder jubelt über den gelungenen Schmetterball des süßen Typen aus der Disco... auch wenn´s inzwischen regnet und der Himmel Grau in Grau ist. Die Turnierleitung bricht beim Platzregen zwar die Spiele ab, doch einige Teams kennen keine Furcht, selbst wenn´s aus Eimern schüttet, wird der Ball weiter gespielt!!

 

Inzwischen werden im Festzelt die Reserven mobilisiert und Nachschub geordert, damit nix ausgeht, während die Verantwortlichen der Siegerehrung schon mal die Pokale auspacken, um die draußen noch hart gefightet wird. Gott sei Dank haben wir diesmal das große Festzelt, die Siegerehrung wird also drinnen aufgebaut, zusammen mit der Tombola.

 

Aber natürlich regnet es genau nach dem letzten Finale nicht mehr...

Trotzdem strahlen die Gesichter bei der Preisverleihung unter den nassen Haaren hervor, wenn sie einen Pokal ergattert haben. Nur den Regenstaufern ist es fast schon ein wenig peinlich, dass sie Gesamtsieger geworden sind, bereits zum dritten Mal dürfen sie sich DEN Cup überreichen. Aber anscheinend nimmt ihnen das keiner wirklich übel, wenn auch so Einiges gefrotzelt wird.

 

Im Hintergrund sind inzwischen die Felder wie von Geisterhand verschwunden, das Festzelt wird geräumt und geputzt, der Müll noch eine halbe Ewigkeit gesammelt, die Wettkampfleitung wegsortiert, der Computer heruntergefahren und dazwischen verabschiedet man sich von den zufriedenen Gästen

(„War wieder prima, BIS NÄCHSTES JAHR“)

 

Na also, 2000 Volleyballer sind beim Regental Cup eben wirklich kein Problem!