Impressionen vom 17. Regental-Cup



Fotogalerie 2009


Volleyballabteilung des TB/ASV im Ausnahmezustand

 

Der Regental-Cup fordert von den Mitgliedern und den vielen, unzähligen ehrenamtlichen Helfern der Volleyball-Abteilung Höchstleistungen am laufenden Band. In monatelangen Vorbereitungen arbeitet man auf das Großereignis des Jahres hin. Von der Turnierausschreibung via Internet, der Suche nach neuen e-Mail-Adressen, um neue Gäste einladen zu können, über den üblichen Papierkram für alle notwendigen Genehmigungen, die Einladung aller Ehrengäste, Organisation von Duschzelten, Klofrau und Sicherheitsdiensten, die für Nachtruhe und Sicherheit der Teilnehmer sorgen, bis hin zu unendlich vielen Telefonaten mit Gastvereinen, oft in mehreren Sprachen, und der Verwaltung der Anmeldungen und der Meldegelder reicht die Bandbreite der Arbeiten – und noch weit darüber hinaus.

Auch die 250 Jugendlichen geraten dabei ganz aus dem Häuschen.

Drei Tage lang trafen sich zum Beispiel bis zu 20 Jugendliche der Abteilung von der 10jährigen Carina bis zum 19jährigen Dennis, die unterstützt von Papa Armin mit der Nagelschere Buchstaben als Schablonen für die Schriftzüge ausschnippelten und haargenau die Plakattafeln bunt anpinselten. Von Alex, der für jede Aktion knappe 15 Kilometer mit dem Radl nach Regenstauf kommt, bis hin zu den Eltern, die ihren Jahresurlaub um zwei Tage kürzen oder die Nacht durchfahren, um rechtzeitig zu Turnierbeginn wieder in Regenstauf zurück zu sein, fiebern alle diesem Wochenende entgegen.

Gespannt und besorgt wirft jeder Volleyballer in den Tagen vor dem Cup den täglichen Blick auf die Wettervorher-agen in der Hoffnung, der Wettergott möge mitspielen.

 

Gestartet wird die Cup-Woche dann mit dem Aufbau des Festzeltes durch die männliche Jugend. Einen ganzen Tag dauert es, dann steht das Zelt, und ab dann heißt es auch automatisch, nachts die Zeltwachen einzuteilen. Dann folgt der Aufbau der 60 Spielfelder durch die gesamten Herrenteams, immer am Fronleichnamstag, und immer bei extremem Wetter. Entweder man steht bei über 30 Grad in der prallen Sonne oder im strömenden Dauerregen den ganzen Tag im Stadion und hält die Netzpfosten, bis alle Heringe im Boden versenkt sind - ohne die Sprenkleranlage zu treffen natürlich - und alle rund 3000 m Linien gezogen sind. Das Veranstaltungsheft wird gedruckt, die Vorberichte geschrieben, damit auch alle anderen rechtzeitig Bescheid wissen, dass der Regental-Cup bevorsteht.

 

Auch Sanitäter und Feuerwehr hatten für das Wochenende einen Großeinsatz…

Nein, nicht weil eine Katastrophe passiert ist, sondern weil der Regental-Cup stattfindet!

 

Das Regenstaufer Rote Kreuz begleitet seit Jahren diese Veranstaltung tatkräftig und mit hohem Engagement, aber dennoch immer in der Hoffnung, dass der Bienenstich oder die Schürfwunde die einzigen Einsätze sind und der Krankenwagen das ganze Wochenende dienstfrei hat. Erste Versorgungsleistungen starten bereits am Freitag: „Habt Ihr mal ein Pflaster, ich hab mir beim Zeltaufbau mit dem Hammer auf den Finger gehaun!“

Rund um die Uhr werden alle größeren und kleinen Wehwehchen professionell versorgt, von den kleinen Kratzern über die typischen Sportlerverletzungen manchmal auch bis hin zur Massage am Sonntag für Organisatoren, weil man sich das Kreuz verrissen hat beim Limokisten stapeln im Kühlwagen… Dabei erhalten sie im wahrsten Sinne des Wortes „Schützenhilfe“ von den Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr, die ebenfalls jedes Jahr ihren Teil zur Gesundheit der Sportjugend beitragen. Weil Volleyballer bei zwei Tagen auf dem Spielfeld in der heißen Sonne sonst leicht mal „den Kopf verlieren“ und sich einen Sonnenstich einfangen könnten, hatten die Organisatoren schon vor einigen Jahren die Idee, das „Regenstaufer Zwangsduschen“ einzuführen. So forderte man ein Feuerwehr-Kommando beim Cup mit dem großen Spritzenwagen an, das die jungen Sportler mit dem Wasserwerfer kräftig abduschen sollte. Mit diesem Vorschlag fand man bei Feuerwehrkommandant Hans Glötzl ein offenes Ohr, wer sollte es ihm verdenken, wenn man ungestraft bzw. sogar lautstark bejubelt junge Mädels nass spritzen darf... (höchstens die Sanis, die sich nicht mehr um so viele Mädels kümmern müssen/dürfen??) Somit leisten die beiden Organisationen einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zum Gelingen dieses Regenstaufer Sport-Events. Und ohne z.B. den Feuerwehrcontainer als Wettkampfleitung wäre außerdem auch eine computergestützte Organisation des Turniers gar nicht denkbar.

 

Apropos Wettkampfleitung: Hier sind eindeutig Routiniers am Werk!

 

Die beiden Turniere im Turnier am Freitag und am Samstag abend werden jeweils innerhalb von Minut-en auf die Füße gestellt. Die Anmeldung dafür erfolgt nämlich immer ganz spontan erst am jeweiligen Wettkampftag bis kurz vor Spielbeginn. Doch die Wettkampfleiter sind hier sehr flexibel durch Routine auch aus den regelmäßigen Jugend-Cups während der Saison, die genauso ablaufen: „Ihr wollt auch noch mitspielen? O.K., dann sind es eben ... Teams , dann spielen wir halt so ...“ Die dann gültigen Spiel-paarungen können viele schon auswendig wie im Schlaf!

Aber seit zwei Jahren wurde diese Arbeit doch um Einiges erleichtert:

Mit Hilfe von Martins selbst gestrickten Computerprogrammen zur Wettkampfleitung konnte die gesamte Organisation nun computergesteuert eingerichtet werden und gewann dadurch einiges an Schnelligkeit: Ausdrucken geht eben doch schneller, als von Hand schreiben ... solange der Strom nicht ausfällt !

 

Tja, und ohne diese beiden geht’s am Wochenende natürlich gar nicht:

Vorstand Fritz Bock kennt alles und jeden, weiß immer einen Rat, ist Tag und Nacht unermüdlich und souverän im Dauereinsatz und gar nicht wegzudenken. Abteilungsleiter Oliver Niemann erweiterte die anfangs wöchentlichen 1-2 Stunden Regental-Cup-Planung zu fast täglichen 1-2 Stunden vor Pfingsten aus, bis sich der Arbeitsaufwand nun in den Ferien zu Hause die Planung auf tägliche 10-15 Stunden ausdehnte. Schon längst haben sich seine Pfingstferien im Laufe der Cup-Chronik verkürzt und stehen seit 2 Jahren ganz im Zeichen des Turnieres – trotzdem fand sich aber noch Zeit für „anderes“: Nämlich an den beiden letzten Wochenenden mit Jugendteams auf Gegenbesuch zu Stammgästen beim Regental-Cup zu fahren und 2 Turniere in Wien und Prag zu besuchen, die man mit tollen Platzierungen (1./2./6. Platz im internationalen Vergleich) krönte. Interessant war dabei auch die Aussage vom Wiener Turnierleiter: „Das ist schön, dass ihr kommt, ich übernehme die Turnierleitung neu und könnte sicher ein paar Tipps gebrauchen!“

Und nicht zu vergessen sind da noch all die Regenstaufer Jugendteams (diesmal so 14-16 an der Zahl), die nicht nur gegen die Gegner kämpfen, sondern die fleißig mit im Einsatz sind und oft genug vom Festzelt oder aus der Wett-kampfleitung aufs Spielfeld stürzen um zu spielen. Dabei haben sie meist auch keinen Trainer/Betreuer am Spiel-feldrand, der ihnen die entscheidenden Tipps geben kann, wo der Gegner seine Schwachpunkte hat, weil die Trainer meist ja ebenfalls in organisatorischen Aufgaben gebunden sind.

 

Mit einem Satz: Die Volleyball-Abteilung befindet sich jedes Jahr kurz nach Pfingsten eben im Ausnahmezustand, denn …

 

Die Volleyballer strömen nach Regenstauf

 

Es ist DAS Ereignis für alle Jugend-Volleyballteams genauso wie für Regenstauf:

der Regental-Cup

inzwischen DAS größte internationale Volleyball-Jugend-Freiluft-Turnier Europas.

 

Insgesamt 300 Teams aus ganz Europa, 5 Nationen und damit ca. 1500 volleyballbegeisterte 10 - 20-jährige Sportler/Sportlerinnen strömten aus allen Himmelsrichtungen vom 12. bis zum 14. Juni im Stadion in Regenstauf.

Auf insgesamt 61 Feldern am Regenstaufer Sportgelände und im Sportstadion traten im Hauptturnier von Samstag bis Sonntag nach 223 Anmeldungen und vielen Ab- und Ummeldungen am Ende genau 200 Teams an, dazu kamen aber am Freitag nochmals 98 Mannschaften in den drei Beachvolleyball-Runden. Neben Spitzenmannschaften aus dem Ausland wie Brixen, Wien, Prag, Plzen traf sich hier die Volleyballjugend fast aller Volleyball-Hochburgen der Oberpfalz, Bayerns, ja sogar Norddeutschlands. Allein fast 30 Teams aus Berlin kommen jedes Jahr wieder zu diesem Event. Einige Vereine wie Brixen waren schon von Anfang an dabei, und manche werden wie die Teams aus Plzen in diesem Jahr nach 5 Jahren „Abstinenz“ dann doch wieder „rückfällig“ und kommen wieder nach Regenstauf.

 

Das Niveau dieses Sportereignisses hat so Einiges zu bieten:

Viele Teilnehmer haben dabei klangvolle Titel mit im Gepäck. Bundespokalsieger, Landesmeister, Bundesligaspieler und sogar Jugendnationalspieler fanden sich ebenso in den Reihen der Jugendlichen wie die Volleyball-Neulinge bei den Kleinsten, die im Minivolleyball 3 gegen 3 und 4 gegen 4 erste Erfahrungen sammelten.

Aber für alle galt zunächst einmal „Dabeisein ist alles“.

Spannend war in diesem Jahr der Dreikampf zwischen dem Verteidiger des Gesamtpokals von 2008, VSB offensiv Eisenhüttenstadt und ihren Rivalen VfK Südwest Berlin und TB Regenstauf um den Gesamtsieg. Weitere Bewerber um den Gesamtsieg waren aber auch andere hochkarätige Teilnehmer mit der tschechischen Hochburg bei den Jungs USK Slavia Plzen oder „inzingvolley“ mit den herausragenden Mädchenteams der diesjährigen österreichischen Meisterschaft. Aber auch 14 neue Vereine fanden in diesem Jahr den Weg nach Regenstauf.  Es standen also spannende Spiele auf dem Programm.

Erst einmal stand am Freitag die Beachrunde an.

36 Jungenteams und 32 Mädchenteams starteten ab 14 Uhr zunächst auf den Rasenspielfeldern, dann ging´s in den Endrunden abends in den Sand, wo vor einer phantastischen Kulisse von rund 400-500 begeisterten Zuschauern kurz nach Sonnenuntergang unter Flutlicht die Finale ausgetragen wurden. In einem starken Feld hatten sich bei beiden Gruppen Regenstaufer Mannschaften bis hierhin qualifiziert. In hart umkämpften Matches gelang es sowohl den Regenstaufer Mädchen Inna Frickel, Jana Klaus und Julia Heiders-berger als auch den Jungs Sebastian Vollath und Sascha Jeckel, den Sieg zu erringen. Die Mädchen aus Rednitzhem-bach und die Junges von Lichtenrade Berlin mussten Zähne knirschend als Zweite vom Platz – natürlich nur wegen des Sands . . .

Parallel dazu hatten die Veranstalter der Volleyball-Abteilung des TB/ASV Regenstauf spontan die Idee, eine zusätzliche Runde auszuspielen und schüttelten mal eben das Mini-Beach aus dem Ärmel, ebenfalls ein Mixed-Beachturnier für die Jüngeren der Gruppe U14. Mit 28 teilnehmenden Mannschaften zeigte sich schnell, dass diese Idee goldrichtig war. Nach 3 Stunden Vorrunden und Ausscheidungswettkämpfen hatten sich hier am Ende gleich drei Teams aus Plzen in die Halbfinale qualifiziert: Nur die „Hütte“, ein Paar aus Eisenhüttenstadt, hielt bis im Finale noch dagegen, musste sich dort jedoch ebenfalls widerstrebend den starken Tschechinnen geschlagen geben.

 

Nicht nur Sport - sondern viel Flair macht ja dieses Turnier aus.

 

Denn abends in der Volleyballerdisco war schon wieder alle Rivalität vergessen und man tanzte gemeinsam ab bis zum Zapfenstreich um 12, wenn bei den Volleyballern Nachtruhe angesagt ist.

Einige Vereine reisten bereits Mitte der Woche an und nützten das verlängerte Wochenende. Die Teams aus Hainfeld gingen zum Beispiel vorher auf Kanutour den Regen hinab und viele nützen die Zeit vor dem Turnier und erkundeten das Eckert-Beachbad. In der „Zeltstadt“ wurden Tag und Nacht kleine Feste gefeiert, bei denen alle Sprachbarrieren überwunden wurden und man Völkerverständigung live erleben konnte.

Jedes Stück Rasen im Umfeld des Stadions war beim Regental-Cup belagert, da campten dann zum Beispiel 120 Berliner plötzlich direkt am Gartenzaun. Wie immer kurz vor Mitternacht am Donnerstag trudelten sie am Stadion ein, belagerten ihren Stammplatz an der Keplerstraße, wurden morgens von den Anwohnern wie alte Bekannte begrüßt und überreichten quasi als Bestechung auch ein Mitbringsel als Entschädigung für die Invasion. Und Betreuer Sven aus Berlin - genannt Teckel - hatte sogar einen Hütehund dabei: „Na klar, det brauch ik, damit ich keen Spieler im Getümmel verlier!“ schmunzelt er.

Andere Teams schlugen ihr Nachtlager stattdessen in der Turnhalle auf – wo dann Bälle oft bis um Mitternacht flogen – zwischen den Luftmatratzen, Schlafsäcke, Jacken, Taschen und Provianttüten. Doch dann ist wieder Nachtruhe, dafür sorgte zum Beispiel Judith aus Berlin/Lichtenrade, die in Absprache mit der Turnierleitung immer gerne und zuverlässig die Hallenaufsicht übernimmt.

Andere Stammgäste, die „Alli“ von Allianz Stuttgart, veranstalteten diesmal ein Quiz für ihre knapp 60 Spieler und jagen sie in einer Turnier-Rallye mit einem Fragenkatalog übers Turniergelände, wo sie die Organisatoren mit Fragen löcherten: „Wie viele Einwohner hat Regenstauf und wie viele Wasserhähne gibt es in der Turnhalle??“ Nur eine Frage beantwortete jeder gleich: „Wie wird das Wetter?“ „Natürlich suuuuuper!“

Und jetzt ging´s erst richtig los!!

Am Samstag freute sich auch bei der Begrüßung Bürgermeister Böhringer über das ideale Turnierwetter und darüber, dass wieder so viele Gäste nach Regenstauf gekommen waren. Nach einigen Grußworten und den üblichen organisatorischen Hinweisen strömten flugs alle auf ihre Felder - die Vorrundenspiele konnten beginnen! Irgendwann hatte sich dann jeder seinen Lieblingsplatz gesucht und kannte sein Spielfeld. „Nach diversen Hechtbaggern kenn ich jeden einzelnen Grasbüschel!!“, meinte Stefanie aus Tirol von inzingvolley dazu. Wer während des Turniers grad mal nicht spielte, vertrieb sich die Zeit mit der Creation neuer Anfeuerungsrufe oder faulenzte ein bisschen in einem der Liegestühle unter den Sonnenschirmen, während alle anderen um die Bälle fighteten und pritschten, baggerten und schmetterten, was das Zeug hielt.

Nur einmal verließen plötzlich alle ihre Spielfelder und die Volleybälle blieben einsam im Rasen liegen: Das Zauberwort hieß „Die Feuerwehr ist da“! „Also einen solchen Einsatz hab ich auch noch nicht erlebt!“ schüttelte Marktrat und Feuerwehrmitglied Josef Schindler amüsiert den Kopf und drehte den Wasserhahn auf… Denn auch das ist schon Tradition beim Regentalcup, wenn die Turnierleitung die 112 zum "Volleyballerduschen" holt. Dann jagen die Feuerwehrler mit dem Wasserwerfer das kühle Nass auch hunderte begeistert kreischender Volleykids zur Abkühlung bei dem Traumwetter, bevor die triefende Meute sich nach dem allerletzten Tropen wieder auf die Felder trollt, und patschnass und glücklich beim gleichen Punktstand wie zuvor einfach wieder weiterspielt.

 

Abends stand in diesem Jahr dann ein besonderer Leckerbissen auf dem Programm:

Jugend spielt für Nationen

Nein das war das nicht das Affe&owe“-Turnier - Diesmal wurden die Volleyballer nicht gemischt und in einer weiteren Turnierrunde mit Zusatzaufgaben „schikaniert“ und bei Laune gehalten, sondern sie wurden statt dessen ins Festzelt gelockt. In Zusammenarbeit mit der Volleyballabteilung hatte der Markt Regenstauf nämlich den Auftritt von zwei Jugend-Rockbands organisiert, die von den jungen Volleyballern begeistert empfangen wurden und zu einem echten Highlight wurden. „Mann, sind die geil!“ war nur ein Kommentar von vielen lobenden und anerkennenden Statements. Die Resonanz war so positiv, dass man schon mal anfragte, ob die Bands im nächsten Jahr wieder auftreten würden, und die waren von der Idee auch begeistert. Zuerst heizten die SBEKS aus Regenstauf den Youngsters so richtig ein. Die junge Band aus fünf Regenstaufer Boys sah sich begeistert kreischenden Mädchen und tobenden Jungs gegenüber und spielte mit sichtlichem Spaß einen Hit nach dem anderen. Beinahe hätten die Fans sie nicht von der Bühne gelassen, erst nach mehreren Zugaben konnten sie das Rampenlicht an die befreundete Band CallmeNova aus Donaustauf weitergeben. Diese Nachwuchs-truppe aus Donaustauf hatte man beim Wettrocken in Wörth kennen gelernt und sie waren der Einladung der SBEKS nach Regenstauf gefolgt. Und auch sie hatten die Zuschauer sofort auf den Bänken und animierten sie mit ihren eigenen Songs zu Begeisterungsstürmen. Nach einigen Zugaben mussten die jungen Musiker sogar auch noch Autogramme geben, bevor um kurz vor 12 die Turnierleitung einen ganz besonderen Abend am Regental-Cup beendete...

 

Tag und Nacht - Helfer von Jung bis Alt

 

Dabei bemühten sich die Volleyball-Organisatoren durch die Einrichtung einer Nachtwache nach Kräften darum, für die Anwohner des Turniergeländes die unvermeidlichen Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Man schreckte dabei auch nicht vor einer netten Form von Bestechung zurück: die Kinder der Volleyballabteilung hatten an alle Anlieger einen Tag vor Turnierbeginn Gut-scheine ausgeliefert und luden die Anwohner zu Freibier und Bratwürsteln ins Festzelt ein, frei nach dem Motto „Mittendrin - statt nur (notgedrungen) dabei“.

Auch dass ein Sicherheitsdienst die ganze Nacht Streife geht und die Nachtruhe bewacht, gehört mit zum Programm. „Diesmal war es wieder ganz unproblematisch, die sind schon sehr diszipliniert hier!“, kommentierte der Wachdienstleiter seinen Einsatz beim diesjährigen Turnier.

Doch die Organisatoren haben noch unzählige weitere Helfer: Fast 100 Eltern befinden sich im Einsatz, die sich vornehmlich um die Verpflegung der vielen Teilnehmer kümmern und meist im Festzelt als Verkäufer hinter der Theke stehen. Knapp 1000 Frühstücke werden morgens von den C/D-Jugend Mädchen serviert, bis zu 18 Stück pro Minute: „Wenn bloß alle gleichmäßig kämen und nicht immer erst in der letzten halben Stunde vor Spielbeginn!“, stöhnte Tina aus der C-Jugend, die mit ihren Team-kameradinnen unter anderem für die Ausgabe von Orangensaft und Kaba zuständig ist.

 

Jetzt ging´s um die Wurst, ... äh Pokale  ...

Dann ging es am Sonntag wieder um Spiel Satz und Sieg, die Halbfinale und Finalrunden standen an. Jetzt wurden die Felder von Zuschauern umringt, jetzt ging es um die Pokale, jetzt stand bei so manchem die Ehre auf dem Spiel und alle holten nach den anstrengenden beiden Tagen und Nächten das Letzte aus sich heraus. Gerade die Regenstaufer Teams hatten sich für viele Endrunden qualifiziert, obwohl sie alle ja nicht nur gegen die Gegner kämpfen mussten, sondern eben auch gegen den Muskelkater vom Bierbänke aufbauen oder Festzeltboden verlegen und gegen die Müdigkeit von 4 Tagen und Nächten organisatorischer Vorarbeiten, vom bis Mitternacht im Festzelt mithelfen, als Nacht-wache bis 3.00 Uhr morgens patrouillieren, Frühstück ausgeben von 5 bis 9 uhr und die dann .... natürlich topfit auf dem Spielfeld stehen!

 

Am Ende des Turniers war dann die Siegerehrung ein weiteres Highlight.

Neu war in diesem Jahr, dass die besten Spieler des Turniers per Umfrage bei allen Vereinen ermittelt wurden und so konnten Bürgermeister Böhringer und Marktrat du TB/ASV-Vize Bruno Schleinkofer schließlich neben zwei Teilnehmern aus Plzen und einer Jugendnationalspielerin aus Niederbayern stolz die Auszeichnung an den verlegenen Sebastian Lauf aus Regenstauf überreichen. Außerdem wurde in diesem Jahr zum ersten Mal der Teilnehmerverein mit der weitesten Anreise geehrt. Da aber mehrere Vereine bei der Entfernung sehr nah beieinander lagen, wenn auch in entgegen gesetzter Himmelsrichtung, entschied Turnierleiter Oliver Niemann mit einem Augenzwingern: „Wenn man die

überwundenen Höhenmeter in Betracht zieht, ist die Sache klar!“ Und so überreichte Bürgermeister Böhringer einen selbst gestifteten Bayerischen Löwen mit Regenstaufer Wappen an Trainer Walter aus Brixen.

„1,2,3,4,5,6,7 – wir wollen hier jetzt heute siegen!“ hatte Lilli aus Regenstauf extra für den Cup gereimt und sie hatte gar nicht so unrecht! Immer wieder hieß in den einzelnen Wettkampfgruppen der Sieger TB/ASV Regenstauf. Viermal standen die Gastgeber an der Spitze, zwei zweite Plätze und ein Dritter kamen dazu, dann war schnell klar, der Gesamtsieg bleibt diesmal in Regenstauf.

Jubelnd umringten die Teams ihren Bürgermeister und skandierten stolz:

„Hier sind wir, der TB-R!“

Schließlich hatten sie das trotz der Doppelbelastung Wettkampf und Organisation geschafft.

Nach der Überreichung der Siegertrophäen und dem obligatorischen Siegerfoto stürmte alles noch mal ins Festzelt. Denn dort gab es dann noch für jeden Spieler seinen persönlichen Preis: In der Tombola lösten alle Teilnehmer die Lose ein, die sie zusammen mit der Urkunde erhalten hatten. Von der Digital-Kamera bis zum Schlüsselband gab es unzählige Preise, die von den Spielern dann in alle Himmels-richtungen mit nach Hause genommen wurden.

 

Viele verabschiedeten sich bei den Turnierleitern mit einem großen Lob:

 

„Das war wieder einmal der beste Cup, wir kommen sicher wieder!“

 

Wir sehen uns dann also am 4. - 6. Juni 2010!!!!