Impressionen vom 18. Regental-Cup



Fotogalerie 2010


 

Nachbericht zum 18. Regental-Cup

 

Regental-Cup: Riesenglück und Riesenerfolg

 

 

 

Intern. Jugendvolleyball-Turnier am Regenufer trotz Hochwasser top

 

 

 

Beim größten Jugendturnier Europas, dem Regental-Cup in Regenstauf,  traten in den verschiedenen Turnierklassen insgesamt 300 Teams aus 4 Nationen an. In dem am Freitag angebotenen Beachvolleyballturnier kämpften 56 Teams, ebenfalls am Freitag lief das Mini-Mixed-Turnier mit 16 Mannschaften und beim Affe-und-Owe-Turnier am Samstag beteiligten sich 38 Teams, während  es bei Meldeschluss am Hauptturnier am Samstag und Sonntag dann 190 Mannschaften waren.

 

 

 

Den Regen im Auge  ... ihr macht das schon ...

 

Zum 18. Mal sollten wir den Regental-Cup ausrichten. Aber von wegen Routine, diesmal war alles anders. Bereits um Weihnachten herum erhielten wir die Hiobsbotschaft, dass der Festplatz irrtümlich doppelt gebucht worden sein. Die Wildensteiner Schützen feierten in diesem Jahr ihr 50Jähriges und hatten bereits vor drei Jahren den Platz dafür reservieren lassen, und keiner war anscheinend damals auf die Idee gekommen, dass das Datum ja das Fronleichnamswochenende sein würden, und dass dann logischer weise unser Regental-Cup dort stattfinden hätte sollen. Nun gut, man versucht Alternativen zu prüfen. Zunächst wurde den Schützen angeboten, Ort oder Termin zu ändern. Nach langem Hin und Her war klar, dass das aus finanziellen und logistischen Gründen unmöglich war.

 

 

 

Also, wohin mit dem Cup???

 

 

 

2000 Jugendvolleyballer samt Zeltplatz, Übernachtungshalle, Duschen, Klos, Festzelt und läppischen 65 Volleyballfeldern  bringt man ja schließlich locker auch wo anders unter!

 

 

 

... ihr macht das schon ...

 

 

 

Beim TB-Gelände? Nö, zu wenig Parkgelegenheiten, Volleyballfelder auf dem Hauptfeld der Fußballer mitten während des Spielbetriebs, ... naja, bevor der Cup ausfällt...

 

 

 

... ihr macht das schon ...

 

 

 

Im Valentinsbad ?? Nö, zu klein.

 

Parallel zu den Wildensteinern, dann ohne Festzelt? Nö, zu viel auf einem Haufen, zu eng, rentiert sich nicht...

 

Bei Oli zuhause auf dem Hof ... Äh, Quatsch!!!!

 

 

 

... ihr macht das schon ...

 

 

 

Beim ASV Gelände an der Regenbrücke? Nö, keine Halle, keine Duschen für 2000 Leute, keine Klos,,, aber der Platz wär doch schön, da am Regen, und zum Baden?... ... naja, bevor der Cup ausfällt...

 

 

 

...ihr macht das schon ...

 

 

 

Irgendwann nach langen Planungen, Gesprächen, Unterstützungszusagen seitens Gemeinde, Feuerwehr, Fußballern ... entschied man sich für den Platz „Am Anger“an der Regenbrücke.

 

 

 

... ihr macht das schon ...

 

  

 

1 Woche vor dem Cup schauen sowieso alle Volleyballer stündlich den Wetterbericht. Dieses Jahr regnete es vorerst einmal – wieder mal.

 

OK, das hatten wir ja schon, kein Problem, wir sind ja nicht aus Zucker, einfach weiterplanen, es wird ja besser.

 

Keine Bange, das wird schon aufhören...

 

 

 

... ihr macht das schon ...

 

 

 

ABER Regen ist ja in Regenstauf nicht einfach Regen!! WIR haben den ja doppelt! Und so brachte der Regen den Regen in Schwung. Und wir schauten nicht nur auf den Regenbericht, sondern auch auf den Regenbericht. Stündlich kontrollierten wir den Pegelbericht unseres Flusses Regen...am Dienstag beim Aufbau des Festzelts, beim Einziehen der Planen, beim Legen des Holzbodens. Keine Bange, das wird schon aufhören...

 

 

 

... ihr macht das schon ...

 

 

 

Stündlich kontrollierten wir den Pegel von Furth/Cham/Mariental am Mittwoch beim Einräumen des Festzeltes, beim Schleppen der Biertische und Bänke durch den strömenden Regen (den von oben), beim anschließenden Trockenwischen, beim Legen der Stromleitungen (!!)  im Festzelt ...

 

Keine Bange, das wird schon aufhören...

 

 

 

... ihr macht das schon ...

 

 

 

Permanent war am Donnerstag jemand online und am Handy mit uns in Verbindung, bei jeder Änderung des Pegels, so kontrollierten wir ständig den Pegel von Furth/Cham/Mariental beim Aufbau der 65 Felder und beim Ziehen von 7 km Felderlinien ...

 

Keine Bange, das wird schon aufhören...

 

 

 

... ihr macht das schon ...

 

 

 

Am Freitag um 11 Uhr wussten wir dann endlich, dass zwar das Wasser auf den Zeltplätzen steht, dass zwar der Boden total weich ist, dass zwar schon mehrere Teams da sind, dass eigenlich ¾ aller Teams gerade auf der Anreise sind,  dass aber der höchste Pegelstand wirklich vorbei ist und dass uns das Landratsamt nicht das Turniergelände sperren muss ...

 

 

 

Es waren knappe 10 Zentimeter unter dem entscheidenden Pegelstand gewesen ...

 

 Na siehste, Glück gehabt!

 

 

 

... WIR machen das schon !!!

 

 

 

Der 18. Regental-Cup läuft ...

 

 

 

Neben Spitzenmannschaften aus dem Ausland wie Brixen, Wien, Prag, Plzen traf sich bei uns die Volleyballjugend fast aller Volleyball-Hochburgen der Oberpfalz, Bayerns, ja sogar Norddeutschlands. Allein fast 30 Teams aus Berlin kommen jedes Jahr wieder zu unserem Event. Einige Vereine wie Brixen waren schon von Anfang an dabei, andere haben nach einiger Zeit nun wieder den Weg zu uns nach Regenstauf gefunden.

 

 

 

Das Niveau dieses Sportereignisses hat so Einiges zu bieten: Bundespokalsieger, Landesmeister und Bundesligaspieler fanden sich ebenso in den Reihen der Jugendlichen wie Volleyball-Neulinge bei den Kleinsten, die im Minivolleyball 3 gegen 3 und 4 gegen 4 erste Erfahrungen sammeln. Aber für alle galt zunächst einmal „Dabeisein ist alles“.

 

 

 

Aber beinahe wäre ja alles ins Wasser gefallen – im wahrsten Sinne des Wortes! Durch die anhaltenden Regenfälle vor dem Wochenende stieg der Regen so hoch, dass er bei uns Volleyballern direkt an die Tür klopfte, ebenfalls wörtlich zu nehmen. Einige unserer Gäste, die bereits am Donnerstag angereist waren, mussten mit ihren Zelten mehrmals umziehen, da das Wasser bis direkt vor den Eingang reichte…

 

 

 

„Zehn Zentimeter mehr, und es wäre aus gewesen“ ist Hauptorganisator Oli sicher und es läuft ihm immer noch kalt über den Rücken. Denn dann wären auch das Festzelt und die Spielfelder überflutet gewesen. „Das wäre für uns und für unsere Gäste eine Katastrophe gewesen!“ Da waren wir uns alle sicher. Aber da haben wir eben unwahrscheinliches Glück gehabt.

 

 

 

Doch am Freitag hörte es auf zu regnen und die Sonne kam, genauso wie unsere Volleyball-Gastmannschaften. Kaum eingetroffen wurden natürlich die Bälle ausgepackt und es startete die erste Turnierrunde, die Beachrunde der Jungs für den „King of the Beach“ und bei den Mädchen für die „Queen of the Beach“. Auch wenn es diesmal von Anfang bis zum Endspiel ein Rasenfeld war, hier wurden lange, spannende Matches  geboten, bis sich am Ende im Finale unser eigenes Team „Tastikiland“ gegen Südafrika (ebenfalls Regenstaufer) durchsetzen konnte. Parallel dazu traten beim Mini-Mixed die Jüngeren im 4 gegen 4 an, auch hier standen sich im Endspiel Teams des gleichen Vereins gegenüber: „Monster Energy“ aus Nürnberg siegte gegen ihre Vereinskameraden im Team „MJ´s“.

 

 

 

Aber die Volleyballer hatten nun am Abend nach diesen Spielrunden immer noch nicht genug. Jetzt mischten sich die Team aus verschiedenen Vereinen und aller Altersklassen, um beim traditionellen Affe-und-owe-Turnier noch mit viel Spaß weiter die Volleybälle zu ballern. Am Ende hatte sich ein Team aus Regenstauf und Rosenheim bis ins Siegerfeld affe-gspielt, also hochgearbeitet. Erst die Dunkelheit konnte die Volleyballer vom Feld vertreiben, gerade rechtzeitig, um nun beim Auftritt der Band „Tenless5“ noch kräftig abzurocken, bevor man wie immer um Mitternacht die Nachtruhe verhängte.

 

 

 

Am Samstag zeigte sich Bürgermeister Böhringer bei der Begrüßung erleichtert, dass das Hochwasser gerade nochmal unter der Grenze geblieben war und er freute sich über das ideale Turnierwetter und darüber, dass wieder so viele Gäste nach Regenstauf gekommen waren. Nach einigen Grußworten und den üblichen organisatorischen Hinweisen strömten flugs alle auf ihre Felder - die Vorrundenspiele konnten beginnen! Bis abends wurde gepritscht, gebaggert und geschmettert und um jeden Punkt gefightet. Und nach dem Abendessen traf man sich wieder im Festzelt beim Rockfestival „Jugend rockt für Nationen“. Diesmal traten gleich zwei Nachwuchsbands hintereinander auf, zunächst standen die „Hypnuts“ auf der Bühne, die wegen einer Verletzung ihres Schlagzeugers unpluggt spielten und mit rockigen Balladen einen stimmungsvollen Abend starteten. Als anschließend die „Sbeks“ die Bühne übernahmen, die schon im letzten Jahr einen Riesenauftritt beim Regental-Cup gehabt hatten, stieg die Stimmung noch extrem an und die Regenstaufer Band heizte den Volleyball-Jugendlichen so richtig ein.

 

 

 

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Halbfinale und Finalspiele, jetzt ging´s so richtig zur Sache. In der strahlenden Sonne knallten die Bälle nur so übers Netz und so mancher Spieler holte sich im Schweiße seines Angesichts nicht nur den Schmetter-Ball, sondern vor allem auch einen Sonnenbrand. Kaum eine Wettkampfgruppe, in der  nicht mindestens im Halbfinale eine der ausländischen Mannschaften antrat, vor allem die Tschechischen Teams waren hier stark vertreten. Aber auch die Gastgeber aus Regenstauf und Hochburgen wie Eisenhüttenstadt, Straubing, Cottbus oder natürlich die Berliner waren oft an den Entscheidungsspielen beteiligt. Nun musste genau berechnet werden, wer die meisten und besten Plätze mit seinen Teams errungen hatte, denn es ging ja nicht nur um die Siege in den einzelnen Klassen sondern vor allem um DEN CUP, den gigantischen 60cm hohen Wanderpokal für den Gesamtsieger. Am Ende konnten die Teams vom SK 15.ZS Plzen strahlend diese begehrte Trophäe in Empfang nehmen, dicht gefolgt vom FTSV Straubing, dem TB/ASV Regenstauf und SV Energie Cottbus.

 

 

 

Ein Gott- und Petrus-sei-Dank erfolgreiches Mammutturnier fand damit einen tollen Abschluss.